Gesundheitspräventionsprogramm setzt dank Förderung durch die AOK NordWest und der Possehl-Stiftung Maßstäbe in Schleswig-Holstein.

„Ich weiß, was mir schmeckt und ist weiß auch was gesund ist!“, behauptet der kleine Max. Er und seine 14 Klassenkameraden nehmen am vierjährigen Programm „fitundstarkplus“ an Grundschulen teil. Über 200 Klassen beteiligen sich landesweit mit mehr als 3000 Schülerinnen und Schüler.

„Seit im vergangenen Jahr die AOK NordWest die Förderung von weiteren 150 Klassen übernommen hat, können wir uns vor Anfragen kaum retten,“ freut sich Susanne Samelin die Projektkoordinatorin des gemeinnützigen Institutes mit Sitz an der Universität zu Lübeck. 300 € kostet das Programm im Jahr und die werden jetzt von der AOK NordWest und der Possehlstiftung übernommen. So kommen vor allem Schulen in den ländlichen Gebieten zu einem ganzheitlichen Präventionsprogramm, das sie auch für das Audit „Gesunde Schule“ qualifiziert. Dabei belastet das Programm „fit und stark plus“ nicht den Regelschulalltag. Die Unterrichts-einheiten begleiten die Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse und sind so aufgebaut, dass sie in den vorhandenen Lehrplan sehr gut integriert werden können. Wesentliche Bestandteile sind die Themen Bewegung, Entspannung, gesundes Essen, einen gesunder Tagesrhythmus, Schlaf und das Erlernen von Konfliktlösungsstrategien. Die Kinder erhalten zu jedem Themenschritt ihr persönliches Wohliheft zum eigenen Gestalten und Ausfüllen.

Die Methodik setzt auf spielerisches und erfahrungsorientiertes Lernen. Im Verlauf der Grundschulzeit werden die Kinder mit den Reaktionen ihres Körpers, Kommunikation und Problemlösungen im Alltag vertraut gemacht. „Die Kinder verbinden mit dem Wohli, unserer kleinen Sympathiefigur, nicht den erhobenen Zeigefinger, sondern Freude und Spaß am gesunden Lebensstil,“ erklärt Susanne Samelin. „Ganzheitlichkeit wird hier großgeschrieben!“ So beinhaltet das Programm nicht nur gewalt- und suchtpräventive Elemente sonder setzt auch beim Thema Inklusion an. In naher Zukunft soll es sogar eine Sonderbeilage zur Inklusion geben.

Durch programmbegleitende Elternzeitschriften werden die Familien der Kinder mit eingebunden und ermuntert, die Inhalte auch in den familiären Alltag umzusetzen. Die Wirksamkeit des Programms ist wissenschaftlich evaluiert und an 2000 Schülern über vier Jahre getestet worden. „Es wird laufend weiterentwickelt,“ verspricht Susanne Samelin,“ gerade die Rückmeldungen der lehrerinnen und Lehrer sind uns besonders wichtig, denn sie sind die Garanten für einen Erfolg bei den Kindern! Deshalb werden sie gezielt von uns fortgebildet.

Das gemeinnützige Institut für angewandte Prävention und Gesundheitsforschung IFA gGmbH nimmt jederzeit Anmeldungen von Klassen für die Durchführung von „fit und stark plus“ entgegen, führt die LehrerInnenfortbildungen durch und hilft bei der Finanzierung über Patenschaftsvermittlungen. So ist in Lübeck die Possehlstiftung weiterhin unsere Partnerin und über die Stadtgrenzen hinaus übernimmt die AOK NordWest freundlicherweise die Patenschaften.